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  Die Heimat des Champagner ist eine weite, zum Teil recht hügelige Landschaft, etwa 150 km nordöstlich von Paris gelegen. Aus dieser eng begrenzten Region stammen die edelsten Schaumweine der Welt. Schon vor 2000 Jahren wurde in der Champagne Wein angebaut. Der Champagner, wie wir ihn heute kennen, entwickelte sich jedoch erst ab dem frühen 18. Jahrhundert.

Die typische und allein zugelassene Methode der Champagner-Herstellung umfasst 5 Schritte.

1 Die Cuvée
Grundsätzlich besteht ein Champagner aus mehreren Weinen verschiedener Lagen und Jahrgänge (Ausnahme: Jahrgangs-Champagner).
Die Zusammenstellung dieser Weine ist die Cuvée. Ihr Ziel ist es die gleichbleibende Qualität und den typischen Geschmack einer Marke oder eines Herstellers zu garantieren.
Ein Cuvée kann aus 10, 20 oder 30 verschiedenen Weinen bestehen.

2. Die zweite Gärung
Die Weine der Cuvée werden miteinander vermischt, dabei wird ihnen eine kleine Menge "Fülldosage" (Liqueur de tirage) beigegeben. Sie besteht aus Hefe und in altem Wein aufgelösten Rohrzucker und löst die zweite Gärung aus.

3. Das Reifen
Sobald die zweite Gärung abgeschlossen ist, bilden die abgestorbenen Hefen in jeder Flasche ein sogenanntes Depot. Auf diesem Satz reift der Champagner meist mehrere Jahre.

4. Das Rütteln
Um den Gärungssatz aus der Flasche entfernen zu können, muss sich dieser im Flaschenhals ansammeln. Dazu werden die Flaschen am Ende ihrer Reifezeit mit dem Kopf nach unten in schräge Rüttelpulte gelegt. Sie werden nun in regelmäßigen Abständen leicht gerüttelt, um eine viertel Drehung gedreht und dabei allmählich senkrecht gestellt. Man erreicht damit, dass das Hefedepot sich nach und nach im Flaschenhals sammelt. Traditionell wird von Hand gerüttelt, in den großen Häusern werden jedoch mehr und mehr computergesteuerte Rüttelkästen verwendet.

5. Das Degorgieren
Die auf dem Kopf stehenden Flaschen sind nun fertig zum "Degorgieren". Dazu taucht man den Flaschenhals in eine Gefrierlösung, dabei wird der Satz bei -15 bis -30 °C innerhalb einiger Minuten zu einem Eisklötzchen. Beim Öffnen der Flaschen treibt der Kohlensäuredruck den Eispropfen hinaus. Dabei geht ein wenig Wein verloren. Dieser wird im gleichen Arbeitsgang durch die Versanddosage ersetzt. Sie besteht aus Wein der selben Cuvée und etwas altem Champagner, in dem Rohrzucker gelöst ist. Das Mischungsverhältnis und die Menge der Dosage richten sich nach der Geschmacksrichtung, die der Champagner bekommen soll. Nach Zugabe der Dosage werden die Flaschen mit Naturkorken verschlossen und etikettiert. Der Champagner ist dann fertig und kann nach einigen Wochen Ruhezeit zum Versand kommen.