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Seinen
Ursprung hat der Gin im Genever. Der holländische
Professor Franziskus Sylvius de Bove, Doktor
der Medizin an der Universität Leyden,
gilt als der "Erfinder" des Gins.
Sein mit Wacholderbeeren gewürztes
Korndestillat war der direkte Vorläufer
des heutigen Gins. Von seinem "Geniévre"
(franz. für Wacholder) leitete sich
später auch die Bezeichnung Gin ab.
Früher wurde
der englische Gin aus Korndestillaten
hergestellt. In der heutigen Zeit verwendet
man sehr hoch ausgebrannten (96 % vol.)
neutralen Alkohol landwirtschaftlichen
Ursprungs. Dieses Destillat wird unter
Zusatz von Wasser auf 60 % vol. Alkohol
reduziert und zusammen mit Wacholderbeeren
und Gewürzen - Anis, Angelika, Fenchel,
Kalmus, Kardamom, Koriander, Lavendel,
Mandel, Zimt, Kümmel u.a. - noch
einmal destilliert. Auf Trinkstärke
herabgesetzt, ist Gin ohne Lagerzeit trinkfertig.
Man unterscheidet zwei Arten: den trockenen
Dry Gin oder Londoner Dry Gin und den
mit Zucker gesüßten Old Tom
oder Plymouth Gin. Der zweite Gin Typ
ist in Deutschland weniger bekannt.
Der Ausdruck "Dry Gin"
darf nur verwendet werden, wenn kein Zucker
zugesetzt wurde. Auch die Bezeichnung
"London Dry Gin" bezieht sich
auf die trockene Art des Gins und nicht
auf den Herstellungsort.
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