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  Unter den Wein-Aperitifs ist der Vermouth die bekannteste und mengenmäßig größte Gruppe. Auf Weinbasis werden jedoch - besonders in Frankreich - verschiedene und international bekannte Wein-Aperitifs hergestellt. Eines ist allen gemein: die Aromatisierung mit Weinen und Gewürzen und das Ausgangsprodukt, der Wein. Mit Wermutkraut versetzte Weine waren schon im Altertum bekannt.
Der Name Wermut stammt aus dem Althochdeutschen "Vermuota" - "Weramote". "Wermout Win" war ein mit Wermut angesetzter Wein. Die heutige Schreibweise "Vermouth" ist italienischen und französischen Produkten vorbehalten. Die ursprüngliche Produktionsstätte dürfte südlich von Turin in der italienischen Provinz Piemont liegen. Hier lässt sich die Herstellung aromatisierter Weine bis auf das 16. Jahrhundert zurückverfolgen.

Der "Vino Vermouth di Torino" ist heute führend und charakteristisch für einen ganz bestimmten Vermouth-Typ. Er hat im Weltumsatz die führende Stellung, die ihm bisher selbst von der stärksten, der französischen Konkurrenz nicht streitig gemacht werden konnte. Der "Torino" mit den hauptsächlichen Sorten Rosso, der rubinrot leuchtend sein sollte, Bianco, grünlich weiß und süßherb, und "Dry" als trockener, d.h. herber, kaum Restzucker enthaltender Geschmackstyp, hat so charakteristische Merkmale, dass seine Ursprungsbezeichnung international geschützt wurde.
Zu diesen drei weltweit bekannten Geschmacksrichtungen kam in den 1980er Jahren noch der Rosé.

Bei der Herstellung von Vermouth sind vier Hauptarbeitsgänge erforderlich: die Zusammenstellung des Ausgangsweines, die Herstellung des Kräuterauszugs und die Aromatisierung des Weins, die Schlönung und Filtration sowie Stabilisierung des Vermouth-Weins und die Lagerung des Fertigproduktes bis zur Abfüllreife. Die für den Auszug verwendete Kräutermischung enthält außer dem Wermutkraut eine ganze Reihe aromatische Zugaben.